Empire: Total War

A.E.I.O.U. beziehungsweise Make Austria Great Again?

Empire: Total War - A.E.I.O.U. beziehungsweise Make Austria Great Again? - Wir müssen reden

Fjalk und Bacon L’Orange erobern die Welt in Empire: Total War von Creative Assembly und klären dabei die folgenden Fragen:

  • Was unterscheidet die Total War-Reihe generell von anderen großen Strategiespielen?
  • Worin unterscheidet sich Empire Total War von den andern Teilen der Serie?
  • Was sind die größten Kritikpunkte an diesem Total War-Teil?
  • Wie schafft man es eigentlich als Österreich Kolonien in Amerika zu erlangen?
  • Wie unterdrückt man Unruhen in seiner Bevölkerung effektiv und kann man die politische Ausrichtung eigentlich ändern?

In dieser Episode befassen wir uns mit dem strategischen Schwergewicht Empire: Total War aus dem Hause Creative Assembly. Wir erläutern, was die Total War-Reihe von anderen großen Strategiespielen unterscheidet und warum gerade Empire: Total War ein einzigartiges Spielerlebnis bietet. Die Mischung aus rundenbasiertem Spiel und massiven, in Echtzeit geführten Schlachten hebt dieses Spiel hervor und sorgt für eine spannende Dynamik.

Wir werfen einen genaueren Blick darauf, inwiefern sich Empire; Total War von anderen Teilen der Total War-Serie unterscheidet. Wir gehen auf die verschiedenen Fraktionen ein, die im 18. Jahrhundert agieren, und die unterschiedlichen Strategien, die beim Erobern von Provinzen und dem Umgang mit rivalisierenden Nationen wichtig sind. 

Wir beleuchten, wie Unruhen in der Bevölkerung effektiv unterdrückt werden können und ob es gegebenenfalls möglich ist, die politische Ausrichtung eines Landes zu verändern. Dabei gehen wir detailliert auf bestimmte Mechaniken ein, die es dem Spieler erlauben, sein Reich strategisch zu managen und dabei sowohl interne als auch externe Herausforderungen zu meistern.

Unumstritten war Empire: Total War weder bei Erscheinen noch heute, stellte es doch damals die größte Welt dar, welche bisher simuliert wurde, was neue Chancen, aber auch Probleme mit sich brachte, sowie das Zeitalter der Schusswaffen, welche nicht nur die KI vor neue Probleme stellte.

Spielname
Empire: Total War, Total War: Empire
Jahr
2009
Firmen
Creative Assembly, SEGA
Personen
Mike Simpson, Ross Manton
Plattformen
Macintosh, PC

Wertungskasten

PC Games Ausgabe: 03/09 Wertung: 90%
Gamestar Ausgabe: 03/09 Wertung: 90%
Pulverdampf und der Donner von Kanonen, Entdeckungen und Revolutionen, dazu noch eine riesige Welt, die darauf wartet von uns erobert und in die Zukunft geführt zu werden. So präsentiert sich Empire Total War, das 2009 erschien und die Total War-Reihe in nicht wenigen Punkten umwälzte.
Dieses Mal finden wir uns im 18. Jahrhundert wieder. Der größte Teil der Welt ist oder wird in dieser Ära entdeckt. Jedenfalls was die Ozeane und Küsten betrifft.
Die ersten Schritte zu gewaltigen Kolonialreichen werden gemacht und manch altes Reích stemmt sich gegen seinen Untergang und Reformen, die seine Eliten entmachten könnten.
Als Spieler ist es unsere Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen Expansion, wirtschaftlichem Wachstum, militärischer Stärke und der Zufriedenheit unserer Bevölkerung zu finden.
Natürlich gibt es auch in diesem Teil der Reihe wieder epische 3D-Schlachten, die dieses Mal auch – und das zum ersten Mal – auf den Weltmeeren stattfinden.
So kämpfen und taktieren wir uns durch eine Epoche, die große Veränderungen mit sich bringt. Wir treffen neue Feinde und finden, manchmal unerwartet, neue Verbündete, um am Ende als tonangebende Großmacht in die Geschichte einzugehen.
Mit der Zeit gerät der direkte Nahkampf immer mehr ins Hintertreffen - je besser die Kanonen werden, desto mehr nutze ich sie.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange
Wenn ich Soldaten verliere, dann trifft mich das kostenpflichtige Auffüllen der Einheiten in der Regel viel mehr als das Leben. Ich bin halt ein arschiger Monarch.
Portrait von Fjalk
Fjalk

Empire ist the best Total War (Here's Why)

Side Adventure erklärt, warum Empire: Total War, der beste Total War-Teil der ganzen Serie ist.

Andere Spiele von Creative Assembly

1987 wurde Creative Assembly von Tim Ansell gegründet. Bevor das Spiel mit der Total War-Reihe mehr oder minder zum Total War-Studio wurde. Ansell portete zu Beginn vor allem Spiele auf andere Systeme, bevor durch eine Zusammenarbeit mit Electronic Arts an einigen Spielen der EA Sports-Reihe gearbietet wurde. Das Studio war bewusst klein gehalten, was sich aber Mitte der 90er als nicht mehr haltbar ansah. Als einer der neuen Angestellten wurde Michael Simpson angestellt, der kreative Kopf hinter der Total War-Serie. Einige der Spiele aus den frühen Jahren mit Beteiligung von Creative Assembly wollen wir auflisten. (Häufig auch nur Konvertierungsarbeiten)
Hier treffen amerikanische Truppen auf Piraten in einer Echtzeitschlacht im Spiel.
Die Übersicht kann schon verloren gehen, wenn zwei Armeen so ineinander geraten.

Ein Spiel für Weltenherrscher oder ein katastrophaler Untergang?

An Empire: Total War scheiden sich die Geister. Das Spiel enttäuschte viele Fans der Total War-Serie, da es die sehr hohen Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen konnte. War die globale Eroberung versprochen, so beschränkt sich diese auf Europa, die Mittelmeerküste, den vorderen Orient, Indien sowie Nord- und Mittelamerika. Andere Gebiete können nur zum Handeln (und den Seekämpfen) genutzt werden. Auch die Vielzahl an Fernkampfwaffen und deren Entwicklung sorgte für ein anderes Spielgefühl, was viel weniger in den klassischen “Lass die Armeen sich im Nahkampf” besiegen Szenarien endete, sondern häufig in geschickter Platzierung der Artillerie und der fernkampffähigen Kavallerie. Wir wollen die Hauptkritikpunkte und die guten Seiten einmal auflisten.
Globaler Schauplatz
Anstatt wie in Medieval oder Shogun, sich nur auf eine Region zu begrenzen, schafft es Empire uns neben Europa auch in Nord- und Mittelamerika, Indien und dem Nahen Osten (sowie dem Mittelmeer) gegen unsere Gegner antreten zu lassen.
Riesige Schlachten mit vielen Einheiten
Ob Fußtruppen, Kavallerie, Artillerie, jeweils noch in zig Ausführungen oder die indischen Elefantenreiter oder die nordamerikanischen Ureinwohner mit ihren unterschiedlichen Einheiten. Die Vielfalt (außerhalb Europas) ist beeindruckend, auch wenn es später im Spiel zu immer weniger unterschiedlichen starken Einheiten kommt.
Echte Seeschlachten
Die Gefechte auf offener See dürfen wir zum ersten Mal in dieser Spieleserie selbst ausfechten. Diese spielen sich auch ganz anders als die Landschlachten und geben uns eine schöne Abwechslung.
Historische Tiefe und Setting
Das 18. Jahrhundert wurde noch nicht so häufig in Strategie-Videospielen verwurstet wie andere Szenarien. Das Spiel ist kein Europa Universalis von der Tiefe, aber wir müssen uns vernünftig um unsere Provinzen kümmern, damit diese aufblühen und uns Ertrag anstatt Rebellen bringen. Dazu gibt es viele historische Ereignisse, welche uns auch immer kurz per Text angekündigt werden.
Umfangreiche Spieloptionen
Neben der Diplomatie müssen wir uns ebenso um Handel und den technologischen Fortschritt kümmern. Nur wenn wir allen drei Bereichen genug Aufmerksamkeit schenken können wir das Rennen um die Macht bestehen.
Tutorial
Das Spiel bietet eine Tutorialkampagne welche in die wichtigsten Optionen des Spiels einführt. Diese ist aber wirklich nur als grundlegender Einstieg zu sehen, da die Optionen häufig nicht in der Tiefe erklärt werden, sondern der Spieler sich diese durch ausprobieren selbst erschließen muss.
Modding
Das Spiel besitzt eine breite Modding-Community, welche alle möglichen Mods wie grafische Verbesserungen, Balancing, neue Kampagnen und Einheiten liefert.
Die künstliche Intelligenz
Die KI trifft in Schlachten regelmäßig haarsträubende Entscheidungen, besonders mit den Fernkampffähigkeiten der Fußtruppen und der Kavallerie scheint das Spiel teilweise stark überfordert zu sein, aber auch im Rundenmodus trifft die KI teilweise fragwürdige Entscheidungen bezüglich Kriegen.
Diplomatie
Die Friedensverhandlungen und die Allianzen führen teilweise zu merkwürdigen Ergebnissen.
Provinzausbau
Anders als in den Vorgängern bauen wir in der Provinz neue Städte und Anlagen aus. Dieses neue Konzept wurde nicht von allen Spielern gefeiert.
Szene einer Seeschlacht aus dem Intro. Der Mast eines großen Schlachtschiffes beginnt zu kippen.
Im Spiel sehen die Seeschlachten nicht ganz so schön aus wie im Intro.
Erklär mir einmal aus unerfindlichen Gründen den Krieg: Geschenkt.
Mach es erneut und ich werde dich nach und nach auseinandernehmen.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange

Spiele in der Total War-Reihe

Creative Assembly legte im Jahr 2000 mit Shogun: Total War den Grundstein der bis heute laufenden Total War-Serie. Während die ersten Spiele sich noch auf historische Szenarien, wie das feudale Japan, das Mittelalter oder das römische Reich, konzentrierten, gab es ab den 2010er Jahren mit Troy und auch mit der Warhammer-Serie auch Ausflüge ins fantastische.

Die Spiele-Archäologen Wertung zu Empire: Total War

Wirklich viel habe ich die Serie nie gespielt, weswegen ich den Teil nicht so gut mit den anderen Vergleichen kann, mir hat er aber heute viel Spaß gemacht, auch wenn die KI teilweise unlogisch handelt, auf der Karte, in der Diplomatie und im Gefecht.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange: 8.5/10
Ich kann jeden verstehen, der Empire Total War nicht mag, oder es als einen schlechten Teil der Serie ansieht. Ja, die KI ist teilweise zum Haare raufen schlecht. Aber ich kann damit leben. Denn was sich auf den Schlachtfeldern als Vorteil für mich erweist, ist auf der Kampagnenkarte eine Herausforderung, da die gleiche dumme KI dort chaotische Züge vollzieht, auf die es viel schwerer ist, zu reagieren.
Zudem spielt Empire Total War einfach in einer meiner liebsten Epochen und ich kann all die Historien- und Piratenfilme meiner Kindheit nachempfinden. In diesem Punkt reicht kein anderes Total War an dieses Spiel heran.
Portrait von Fjalk
Fjalk: 9/10

Wertung der Spiele-Archäologen: 8.75/10 Punkten